Brauchtum & Kultur
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St. Ulrich im Krakautal
Am ersten Sonntag im Juli feiert die Pfarre Krakauebene ihr Kirchweihfest. Es beginnt schon am Samstag vorher mit dem "Zapfenstreich" der Musikkapelle, die durch den ganzen Ort zieht...
Über die "Prangschützen", dem wesentlichen Bestandteil des Festes, sei hier nur kurz angemerkt, dass diese Art von "Ehrengarde" in der ganzen Gegend heimisch sind und eine tiefe historische Wurzel haben. Der Name kommt von der Fronleichnams-prozession her, jenem "Prunk", mit dem seit alters her dieses Fest begangen wird. Sie tragen eine Grenadieruniform aus der Napoleonzeit, bestehend aus weißen Lampashosen, grünbraunen Fräcken, über der Brust gekreuzten weißen Wehrgehängen und kokardenbesetzten Fellmützen.
Nachdem mit Böllerschüssen zeitig genug geweckt wurde, treten die Prangschützen zur Vergatterung an, um feierlich in die Kirche einzuziehen und der sogenannten Schützenmesse beizuwohnen. Nach dem danach abgehaltenen Hochamt zieht eine Prozession durch den Ort. Eine Wiederholung der Fronleichnamsprozession, bei der ebenfalls zu den vier aufgestellten Evangeliumsaltären gegangen wird. Die mit Blumenkränzen (dem sogenannten Evangelkraut) geschmückten Muttergottesstatuen aus den alten Hauskapellen werden mitgetragen. Die schönste wird "Evangeltrage" genannt und unmittelbar vor dem Baldachin mit der Geistlichkeit getragen. Für sie bilden die Prangschützen bei jedem Altar ein Spalier. Nach dem erteilten Segen wird von den Prangschützen eine "Generaldecharge" (Ehrensalve) geschossen.Das oben erwähnte Evangelkraut wird verteilt.
Bei schweren Gewittern werden zum Schutz Teile davon verbrannt, der Rest dient der Räucherung zu Weihnachten.
Nach der Prozession werden vorhandene Ehrengäste von den Prangschützen durch eine Generaldecharge geehrt, die natürlich nicht unbelohnt bleiben darf. Der so eingehaltene Festtag dauert bei Musik und Tanz bis in die späten Nachtstunden.
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Faschingrennen
Das Faschingrennen am Rosenmontag gehört zu den ältesten Bräuchen der Krakau. Es handelt sich dabei um den uralten Brauch, durch Lärm und Getöse die Dämonen des Winters zu verscheuchen.
Jede der 3 Gemeinden hat seine eigene Faschingrennergruppe. In Krakaudorf und Krakauebene laufen sie in jedem ungeraden Jahr. In Krakauschatten in jedem geraden Jahr.
Der Lauf wird von Burschen und Männern durchgeführt, auch Frauenrollen werden von Männern dargestellt. Es lohnt, einmal dabei zu sein, wenn im Morgengrauen der Wegauskehrer, der Heanagreifer (Hühnergreifer) im Federgewand, dahinter die Schellfaschinge, bekleidet mit kurzer Lederhose, darunter weißer langer Unterhose, weißem Hemd mit buntem Tuch um die Schultern, um die Mitte einen Schellenkranz eine bunte Spitzkappe und mit einem langen Stab in der Hand, unter Geschrei "auslaufen". Die 4 "Glockfaschinge" tragen anstelle der Spitzkappe einen Steirerhut und Kuhglocken.
Vor jedem Haus laufen die Schellfaschinge ein "Radl", die Glockfaschinge erzeugen dazu mit ihren Kuhglocken großen Lärm. Gelegentlich wird auf dem Weg der Faschingrenner in einer Höhe von 2-3 Metern eine Kette gespannt (Speng), die zumindest vom Wegauskehrer übersprungen werden muss.
Diesem Zug der "SCHÖNEN" folgt die bunte Truppe der sogenannten "VETTELN": Arzt, Scherenschleifer, Friseur, billiger Jakob und die Hauptgruppe mit Rossknecht, Rosshändler und Ross (von 2 Burschen unter einer Decke dargestellt)
Dieser Brauch beginnt schon lange vor dem Morgengrauen. Es wird jedes Haus besucht und abends zum Gebetsläuten um 19 Uhr muss es beendet sein, sonst wird das Ross vom Teufel geholt - so die Sage.
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Die Pfarre Krakauebene
Die Bewohner des Hochtales der Krakau waren seit der Errichtung der Pfarre Ranten in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts dieser zugehörig.
Die Bewohner des Hochtales der Krakau waren seit der Errichtung der Pfarre Ranten in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts dieser zugehörig.
Das Pfarrgebiet umfasste außer dem Krakautal das Rantental mit dem Kirchdorf Ranten und Schöder mit den umliegenden Siedlungsgebieten. Nur Ranten, Schöder und Krakaudorf haben einen geschlossenen Siedlungskern, sonst handelt es sich um Streusiedlungen. Das Einzugsgebiet der Pfarre war so groß, dass der am weitesten von Ranten Wohnende 4 Stunden zur Pfarrkirche zu gehen hatte. In den späteren Filialkirchen St. Oswald in Krakaudorf und St. Ulrich am Hollerberg wurde bis ins 17. Jahrhundert nur jeden zweiten oder dritten Sonntag Messe gelesen. Diese Kirchen hatten weder Tauf- noch Begräbnisrecht.
Schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte Maria Theresia die Bischöfe aufgefordert, Pläne auszuarbeiten, wie durch Umpfarrung oder Neuerrichtung von Pfarren oder Lokalien den religiösen Bedürfnissen der Bevölkerung in den Streusiedlungen der Alpentäler besser entsprochen werden könnte. Konkrete Zahlen über die Bewohner der "Gräben" lagen ja erst seit der Seelenzählung des Jahres 1754 vor.
Wenn auch diese Zahlen nicht vollkommen verlässlich sind, so kann doch die für die Pfarre Ranten angegebene Zahl von 3833 Seelen als zutreffend angenommen werden. Im Jahre 1760 wurde Krakaudorf als selbständiges Vikariat errichtet. Dem Vikar (Pfarrer) von Krakaudorf fiel dabei die seelsorgerische Betreuung der Bevölkerung des gesamten Hochtales der Krakau zu. Es sind ungefähr 1500 Seelen gewesen. Die Gottesdienst fanden hauptsächlich in der Kirche Krakaudorf statt. Ungefähr 600 bis 700 Bewohner der Streusiedlungen im westlichsten Teil des Tales hatten nach wie vor 2 bis 3 Stunden zur Kirche zu gehen.
In der Pfarregulierungsverordnung Kaiser Josephs II. vom Jahre 1785 war für diesen Teil der Bevölkerung des Tales die Errichtung einer Pfarre in "der Gegend Schatten" festgelegt. Außer dem heutigen Gebiet der Gemeinde Krakauhintermühlen sollten von der neuen Pfarre aus auch Teile des Gebietes der Gemeinde Schatten betreut werden.
Der Baubeginn einer Kirche verzögerte sich aber. So baten die Bauern der entlegenen Siedlungen Figler, Moos, Schatten, Klausen und Ebene zu Beginn des Jahres 1787 Bischof und Kreisamt, entweder in der alten Kirche St. Ulrich am Hollerberg wieder Gottesdienste zu ermöglichen oder einem Kirchenneubau an einem gut gelegenen Platz zuzustimmen.
Da die alte Kirche den Behörden als einsturzgefährdet beschrieben wurde, stimmten weltliche Behörden und auch der Bischof von Leoben dem Neubau einer Kirche zu. Der Platz, an dem die neue Kirche, der Pfarrhof und die Schule errichtet werden sollten, wurde nun an der Sonnseite des Tales festgelegt. Im Josephinischen Kataster ist er als zur Herrschaft Pux zugehörig - Karl im Bach - eingetragen. Die Mittel zum Grundkauf kamen von der Bevölkerung und der Patronatsherrschaft der gleichzeitig einzurichtenden Schule.
Mit dem Bau wurde 1790 nach den Plänen von J. Hillebrandt begonnen, 1791 war er soweit fertiggestellt, dass Portatile und Altar aus der alten Ulrichskirche übertragen werden konnten. Nach Vollendung des Pfarrhauses 1793 benefizierte der Dechant Leopold Hösse die Kirche. Gleichzeitig scheint auch die Übertragung der Glocke von 1500 aus der alten Kirche stattgefunden zu haben. Seelsorgegerät kam durch Schenkungen in die neue Lokal-Curatie, die finanziellen Mittel waren durch Grundkauf und Bau erschöpft.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden für die Kirche u.a. angekauft: verschiedene Heiligenbilder, ein Beichtstuhl, ein Hochaltar im romantischen Stil, eine Orgel mit sechs Registern.Krakauebene wurde 1892 zur Pfarre erhoben. Der erste definitiv eingesetzte Pfarrherr war Alois Schober, dem von 1919 an die Seelsorge hier oblag. 1935 erfolgte eine neuerliche Aufstellung des ersten Hochaltares, der bei dieser Gelegenheit wahrscheinlich umgebaut worden war.
Hochaltar Hl. Ulrich
Das Pfarrgebiet umfasste außer dem Krakautal das Rantental mit dem Kirchdorf Ranten und Schöder mit den umliegenden Siedlungsgebieten. Nur Ranten, Schöder und Krakaudorf haben einen geschlossenen Siedlungskern, sonst handelt es sich um Streusiedlungen. Das Einzugsgebiet der Pfarre war so groß, dass der am weitesten von Ranten Wohnende 4 Stunden zur Pfarrkirche zu gehen hatte. In den späteren Filialkirchen St. Oswald in Krakaudorf und St. Ulrich am Hollerberg wurde bis ins 17. Jahrhundert nur jeden zweiten oder dritten Sonntag Messe gelesen. Diese Kirchen hatten weder Tauf- noch Begräbnisrecht.
Schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte Maria Theresia die Bischöfe aufgefordert, Pläne auszuarbeiten, wie durch Umpfarrung oder Neuerrichtung von Pfarren oder Lokalien den religiösen Bedürfnissen der Bevölkerung in den Streusiedlungen der Alpentäler besser entsprochen werden könnte. Konkrete Zahlen über die Bewohner der "Gräben" lagen ja erst seit der Seelenzählung des Jahres 1754 vor.
Wenn auch diese Zahlen nicht vollkommen verlässlich sind, so kann doch die für die Pfarre Ranten angegebene Zahl von 3833 Seelen als zutreffend angenommen werden. Im Jahre 1760 wurde Krakaudorf als selbständiges Vikariat errichtet. Dem Vikar (Pfarrer) von Krakaudorf fiel dabei die seelsorgerische Betreuung der Bevölkerung des gesamten Hochtales der Krakau zu. Es sind ungefähr 1500 Seelen gewesen. Die Gottesdienst fanden hauptsächlich in der Kirche Krakaudorf statt. Ungefähr 600 bis 700 Bewohner der Streusiedlungen im westlichsten Teil des Tales hatten nach wie vor 2 bis 3 Stunden zur Kirche zu gehen.
In der Pfarregulierungsverordnung Kaiser Josephs II. vom Jahre 1785 war für diesen Teil der Bevölkerung des Tales die Errichtung einer Pfarre in "der Gegend Schatten" festgelegt. Außer dem heutigen Gebiet der Gemeinde Krakauhintermühlen sollten von der neuen Pfarre aus auch Teile des Gebietes der Gemeinde Schatten betreut werden.
Der Baubeginn einer Kirche verzögerte sich aber. So baten die Bauern der entlegenen Siedlungen Figler, Moos, Schatten, Klausen und Ebene zu Beginn des Jahres 1787 Bischof und Kreisamt, entweder in der alten Kirche St. Ulrich am Hollerberg wieder Gottesdienste zu ermöglichen oder einem Kirchenneubau an einem gut gelegenen Platz zuzustimmen.
Da die alte Kirche den Behörden als einsturzgefährdet beschrieben wurde, stimmten weltliche Behörden und auch der Bischof von Leoben dem Neubau einer Kirche zu. Der Platz, an dem die neue Kirche, der Pfarrhof und die Schule errichtet werden sollten, wurde nun an der Sonnseite des Tales festgelegt. Im Josephinischen Kataster ist er als zur Herrschaft Pux zugehörig - Karl im Bach - eingetragen. Die Mittel zum Grundkauf kamen von der Bevölkerung und der Patronatsherrschaft der gleichzeitig einzurichtenden Schule.
Mit dem Bau wurde 1790 nach den Plänen von J. Hillebrandt begonnen, 1791 war er soweit fertiggestellt, dass Portatile und Altar aus der alten Ulrichskirche übertragen werden konnten. Nach Vollendung des Pfarrhauses 1793 benefizierte der Dechant Leopold Hösse die Kirche. Gleichzeitig scheint auch die Übertragung der Glocke von 1500 aus der alten Kirche stattgefunden zu haben. Seelsorgegerät kam durch Schenkungen in die neue Lokal-Curatie, die finanziellen Mittel waren durch Grundkauf und Bau erschöpft.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden für die Kirche u.a. angekauft: verschiedene Heiligenbilder, ein Beichtstuhl, ein Hochaltar im romantischen Stil, eine Orgel mit sechs Registern.Krakauebene wurde 1892 zur Pfarre erhoben. Der erste definitiv eingesetzte Pfarrherr war Alois Schober, dem von 1919 an die Seelsorge hier oblag. 1935 erfolgte eine neuerliche Aufstellung des ersten Hochaltares, der bei dieser Gelegenheit wahrscheinlich umgebaut worden war.
Eine umfassende Renovierung des Kircheninnenraumes konnte 1975/76 durchgeführt werden. Dabei erhielt die Kirche einen neuen Bretterboden, die Decke wurde mit Holz verkleidet, Orgelempore und Kirchenbänke wurden erneuert, Altäre und Kanzel einer gründlichen Restaurierung unterzogen.
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Die Schützengarde Krakauebene
Die Ursprünge der Schützengarde finden sich bereits in napoleonischer Zeit.
http://www.schuetzengarde-krakauebene.at
Im Jahre 1809 soll eine französische Patrouille von Murau nach Krakaudorf gekommen sein; bei ihrem Abzug soll der Soldat Johann Turaß zurückgeblieben sein. Im Hause Nr. 43, vulgo Bichlschneider (heute Langmaier) soll er Unterschlupf gefunden haben. Wahrscheinlich ist er bei den Fronleichnamsprozessionen in seiner französischen Uniform als "Festgewand" mitgegangen und hat auch bei der Bevölkerung einen entsprechenden Eindruck hinterlassen. So ist denkbar, dass bereits ab dem Jahr 1811 eine erste bescheidene Garde in Krakaudorf existierte. Ausgehend von diesen Voraussetzungen ist es sehr wahrscheinlich, dass zwei Jahre nach Krakaudorf auch in Krakauebene eine Schützengarde gebildet wurde.
Schließlich war in der Gemeinde Krakauhintermühlen der neue Pfarrsprengel Krakauebene geschaffen und 1793 die Kirche zum Hl. Ulrich eingeweiht worden. Bereits weit vor dem Entstehen der Schützengarde wurde allerdings die Fronleichnamsprozession von den sogenannten "Prangschützen" begleitet. Eine Tradition, die auf die Gegenreformation von 1555 und 1618 zurückreicht. Damals gab es sehr wohl einen militärischen Schutz für das "Allerheiligste" bei den diversen Prozessionen, denn Übergriffe von Andersgläubigen waren nicht einmal selten. Sechs oder acht Soldaten, entweder des Militärs oder der Bürgerwehr, flankierten in diesen Jahren schützend das Allerheiligste.
Der so eingebürgerte Ehrenschutz des Allerheiligsten bei feierlichen Prozessionen erhielt bald den Namen "Prangschützen". Prang kommt von "Prunk"und ganz besonders im österreichisch - bayrischen Alpenraum steht das Wort in engem Zusammenhang mit dem Fronleichnamsfest, dem "Frühlingsfest" der katholischen Kirche. In vielen Gegenden wurde und wird dieser Tag noch "Prangtag" genannt.
Begründet darf man daher annehmen, dass der Soldat Turaß in Krakaudorf nur der äußere Anlass war, die vorhandene Tradition neu zu beleben und zu erweitern. Heinrich Ferstl, der Pfarrprovisor von Krakauebene, hat 1908 in der Pfarrchronik festgehalten: "Die hiesige Schützengarde ist seit 1908 durch Statuten organisiert. Zu wünschen wäre, daß auch das Probeschießen von ihr wieder geübt werde." Die erwähnten Statuten sind leider verlorengegangen, und man kann heute nur annehmen, dass in ihnen die Eigenart der Schützengarde festgehalten worden ist, die Offiziersränge und Chargen an eine Familie, besser gesagt, an einen Hof zu binden.
Früher war der Pfingstsonntag der Werbesonntag für die Garde. Seit 1981 werden die Offiziere und Chargen gewählt. Die Uniform ist eindeutig nach französischem Vorbild aus der Zeit der napoleonischen Kriege nachempfunden. Die Rangabzeichen entsprechen der österreichischen Armee.
Diese Mischung ist sicher dadurch entstanden, dass im vergangenen Jahrhundert eine lange Wehrdienstzeit vorgeschrieben war und die abgerüsteten Soldaten ihre militärischen Erinnerungen in die Schützengarde miteingebracht haben. Sie besteht aus einer weißen Leinenhose mit einem roten Seitenstreifen für die Unteroffiziere und zwei für die Offiziere. Der frackartige braune Uniformrock hat rote Aufschläge und ist bei den Offizieren grün, dem "flaschengrün" der Generalstäbler der k.u.k. Armee entsprechend.
Chargen und Offiziere haben zudem goldene Epauletten, Offiziere und Fähnrich tragen eine aus golddurchwirktem gelben Stoff gefertigte Federbinde. Als Kopfbedeckung hat die Mannschaft schwarze Bärenfellmützen mit goldenen Verzierungen und weißen Federbüschen, die bei den Chargen bunt sind. Die Offiziere und der Fähnrich tragen Generalshüte mit grünen bzw. schwarzen Federn. Als Waffen tragen Offiziere und Fähnrich einen leicht gebogenen Säbel, der etwa dem Infanterieoffizierssäbel des ausgehenden 18. Jahrhunderts entspricht. Die Mannschaft hat statt den ursprünglichen Vorderladern seit wenigen Jahren einheitlich das Repetiergewehr K98 und trägt über der Brust gekreuzte weiße Lederriemen für die Patronentaschen und das Bajonett.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges durfte die Schützengarde Krakauebene wieder in der Öffentlichkeit auftreten. Dem in Murau tätigen Hauptschuldirektor Alfons Tockner ist es zu danken, dass am Fronleichnamstag des Jahres 1948 erstmals wieder die Garde in Erscheinung trat.
Ein fester, eigenständiger Bestandteil der Schützengarde ist die Musikkapelle. Sie ist identisch mit der Kapelle des Musikvereines Alpenklänge Krakauebene. Der Kapellmeister und der Stabführer stehen im Offiziersrang, der nicht näher gekennzeichnet ist. Einheitlich tragen alle einen weißen Federbusch auf den Kopfbedeckungen. Bei den Ausrückungen mit der Schützengarde führt der Musikverein einen Schellenbaum mit sich.
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Das Kirchweihfest
Ulrichsonntag
Dem Patroziniumsfest der Pfarre Krakauebene entsprechend, wird das Kirchweihfest am ersten Sonntag im Juli gefeiert.Es beginnt schon am Samstag vorher mit dem "Zapfenstreich" der Musikkapelle, die durch den ganzen Ort zieht. Über die "Prangschützen", dem wesentlichen Bestandteil des Festes, sei hier nur kurz angemerkt, dass diese Art von "Ehrengarde" in der ganzen Gegend heimisch sind und eine tiefe historische Wurzel haben.
Der Name kommt von der Fronleichnamsprozession her, jenem "Prunk", mit dem seit alters her dieses Fest begangen wird. Sie tragen eine Grenadieruniform aus der Napoleonzeit, bestehend aus weißen Lampashosen, grünbraunen Fräcken, über der Brust gekreuzten weißen Wehrgehängen und kokardenbesetzten Fellmützen.
Nachdem mit Böllerschüssen zeitig genug geweckt wurde, treten die Prangschützen zur Vergatterung an, um feierlich in die Kirche einzuziehen und der sogenannten Schützenmesse beizuwohnen.
Nach dem danach abgehaltenen Hochamt zieht eine Prozession durch den Ort. Eine Wiederholung der Fronleichnamsprozession, bei der ebenfalls zu den vier aufgestellten Evangeliumsaltären gegangen wird. Die mit Blumenkränzen (dem sogenannten Evangelkraut) geschmückten Muttergottesstatuen aus den alten Hauskapellen werden mitgetragen. Die schönste wird "Evangeltrage" genannt und unmittelbar vor dem Baldachin mit der Geistlichkeit getragen. Für sie bilden die Prangschützen bei jedem Altar ein Spalier.
Nach dem erteilten Segen wird von den Prangschützen eine "Generaldecharge" (Ehrensalve) geschossen.
Das oben erwähnte Evabgelkraut wird verteilt.
Bei schweren Gewittern werden zum Schutz Teile davon verbrannt, der Rest dient der Räucherung zu Weihnachten.
Nach der Prozession werden vorhandene Ehrengäste von den Prangschützen durch eine Generaldecharge geehrt, die natürlich nicht unbelohnt bleiben darf. Der so eingehaltene Festtag steigert sich bei Musik und Tanz bis in die späten Nachtstunden.
Nach dem erteilten Segen wird von den Prangschützen eine "Generaldecharge" (Ehrensalve) geschossen.
Das oben erwähnte Evabgelkraut wird verteilt.
Bei schweren Gewittern werden zum Schutz Teile davon verbrannt, der Rest dient der Räucherung zu Weihnachten.
Nach der Prozession werden vorhandene Ehrengäste von den Prangschützen durch eine Generaldecharge geehrt, die natürlich nicht unbelohnt bleiben darf. Der so eingehaltene Festtag steigert sich bei Musik und Tanz bis in die späten Nachtstunden.













